Die Ostdeutschen regieren die Bundesrepublik

Mit Angela Merkel schon jetzt und Joachim Gauck demnächst bekleiden 22 Jahre nach der Wende zwei Ostdeutsche höchste deutsche Staatsämter. Diesem Anlass widmet sich ein interessanter Beitrag von Alexander Cammann in der Zeit. Auch wenn ich nicht alle seine Meinungen teile, einiges Wahres hat er doch geschrieben. Und wie ich gerade sehe, hat Frank Wilhelm den Artikel auch schon in seinem Ost-Blog verwertet.

Die Arbeit als Altenpfleger ist nicht leicht,

aber sie ist trotzdem spannend. Der Nordkurier Neubrandenburg berichtet in diesem Beitrag unter dem Titel „Mit Hingabe im Minutentakt arbeiten“ von der oft schweren aber doch auch schönen und interessanten Arbeit als Altenpfleger im Städtischen Pflegeheim, das seit diesem Jahr in Trägerschaft der Pflegeheim Neubrandenburg gGmbH zum NEUWOGES-Konzern gehört. Ein interessanter Beitrag.

 

Zusammen oder allein, das ist hier die Frage

Darum geht es gegenwärtig bei der Diskussion im Kreistag rings um das Problemfeld der Betreuung Langzeitarbeitsloser nach dem SGB II (Hartz 4). Bis zum 15. Mai diesen Jahres muss sich der Kreis Mecklenburgische Seenplatte entscheiden, ob er künftig im gesamten Kreisgebiet die Betreuung der Langzeitarbeitslosen selbst übernehmen will (zugelassener kommunaler Träger -zkT-, auch Optionskommune genannt) oder ob es für das gesamte Kreisgebiet eine gemeinsame Einrichtung (gE, früher auch ARGE genannt) mit der Bundesanstalt für Arbeit geben soll. Darum wird heftig gestritten, geht es doch um die Frage, in welcher Form die ca. 35.000 betroffenen hilfebedürftigen Menschen am Besten betreut werden und die meisten Chancen haben, wieder in Arbeit zu kommen. Aber es geht auch um ca. 500 Mitarbeiter und damit um ein Personalkostenbudget von fast 20 Millionen Euro, um die Frage, wo werden Verwaltungsdienstleistungen eingekauft, wer bestimmt, welche Gebäude genutzt werden und vieles andere mehr. Primär sollte jedoch die Frage bleiben, in welcher der beiden möglichen Organisationsformen können die betroffenen Menschen am Besten in Arbeit gebracht werden, wer hat die besseren Strategien, Kompetenzen und Möglichkeiten.

Im Rahmen der gestrigen Informationsveranstaltung des Landkreises für die Kreistagsabgeordneten war zu erleben, das beide Seiten, die Befürworter der zkT und die Befürworter der gE gute und stichhaltige Argumente für die jeweilige Lösung vorbringen können. Derzeit haben wir im Landkreis beides, den Altkreis Mecklenburg-Strelitz seit dem 1.1.2012 als zkT und die anderen drei (Demmin, Müritz, Neubrandenburg) als gE. Die Dauer in Neustrelitz ist noch zu kurz, um belastbare Erfahrungen vorzuweisen. Insofern ist es im konkreten Territorium eine theoretische Diskussion, Erfahrungen aus anderen Gebieten können mangels unterschiedlicher Bedingungen nur teilweise helfen.

Die Vertreter der gE betonen die Vorteile der Zusammenfassung der geballten Kompetenz von kommunaler Seite und BA, insbesondere bei der Integration in den Arbeitsmarkt sowie eine stärkere Durchlässigkeit des Systems durch die Verzahnung in der gemeinsamen Einrichtung zum Beispiel beim Arbeitgeberservice und bei der Ausbildungsplatzvermittlung. Sie meinen, wohl nicht unberechtigt, das gerade bei den komplizierten Arbeitsmarktbedingungen in unserer Region jede mögliche Chance genutzt werden muss, Menschen in Arbeit zu bringen und dabei die Kompetenzen der BA nicht ausgeblendet werden dürfen. Die Vertreter der zkT heben demgegenüber ihr besseres Verständnis für die Menschen hervor, die durch ihre Langzeitarbeitslosigkeit und deren Ursachen umfangreicher Unterstützung bedürfen, um wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt zu werden. Sie unterstreichen die bessere Befähigung dazu durch die Möglichkeiten der Ausnutzung aller sozialen Unterstützungsmöglichkeiten, über die der Landkreis als örtlicher Sozialhilfeträger verfügt.

Die Ergebnisse, die unter anderem hier zu finden sind, sprechen kein eindeutiges Bild. Letztlich hängt nach meiner derzeitigen Wahrnehmung der letzte kleine aber wesentliche Unterschied von der Ausbildung, Befähigung und Handlungsbereitschaft der mit der Betreuung der Langzeitarbeitslosen betrauten Mitarbeiter der Verwaltung, dem Kooperationswillen der Beteiligten und der Kreativität bei der Findung der besten und unter den konkreten Bedingungen geeignetsten Methoden zur Integration in den Arbeitsmarkt ab. Insofern gab die gestrige Veranstaltung noch kein eindeutiges Bild oder Ergebnis ab. Viele Details sind aus meiner Sicht in den nächsten Wochen noch zu hinterfragen, vieles ist aufzuklären und zu erörtern. Es bleibt also noch spannend bis zur voraussichtlich entscheidenden Kreistagssitzung am 7. Mai 2012.

Frank Benischke

Apple kündigt ‘Mountain Lion’ an, Messages als Beta-Download verfügbar

OS X Mountain Lion

Heute gibt’s mal wieder unerwartete Neuigkeiten von meinem Lieblings-IT-Spielzeug-Hersteller ;-). Apple nennt seine nächste Betriebssystem-Version Mountain Lion, die im Spätsommer 2012 über den Mac App Store verfügbar sein soll. Eine Preview-Version finden Entwickler bereits ab heute im Entwickler-Download. Mountain Lion führt sowohl Messages, Notes, Reminders und Game Center als auch Notification Center, Share Sheets, Twitter-Integration und AirPlay-Mirroring auf dem Mac ein. Mountain Lion ist die erste Version von OS X, die im Hinblick auf iCloud konzipiert ist und auf ein einfaches Set-Up und eine einfache Integration von Apps abzielt.

Die Messages-App bringt iOS-Nachrichten auf den Desktop: Die Entwickler-Vorschau von Mountain Lion verfügt über die vollständig neue Messages-App, die iChat ersetzt und es ermöglicht, unbegrenzt Nachrichten, qualitativ hochwertige Fotos und Videos direkt von einem Mac zu einem anderen Mac oder einem iOS-Gerät zu senden. Messages wird auch weiterhin AIM, Jabber, Yahoo! Messenger und Google Talk unterstützen. Hier lässt sich die Messages-App als Beta bereits jetzt herunter laden und testen.

Das habe ich dann auch gleich mal getan und es sieht gut aus. Die App installiert sich problemlos, erfordert aber einen Neustart des Mac. Danach steht sie im Dock bereit. Noch kurz die Accounts und Mailadressen, unter denen man via Messages ansprechbar sein will, konfiguriert und es kann los gehen. Bei den Mailadressen machen die gleichen wie auf den ggf. vorhandenen iOS-Geräten konfigurierten sicher Sinn. Die Messages werden über alle Geräte (hier Mac, iPad und iPhone) hinweg synchronisiert (die alten wohl nicht), so das man die Unterhaltung  am Mac beginnen kann und auf dem iPhone unterwegs fortsetzen kann. Ziemlich schick.

Neues aus dem Kreistag

Heute fand die zweite Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kreisentwicklung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte statt, dessen Vorsitzender ich bin. Auf der Tagesordnung standen neben der Vorstellung der Aufgaben des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung die ersten Ansätze der Haushaltsplanung 2012.

Ausführlich diskutiert wurde der Vorschlag zur Schaffung einer Projektstelle für die Weiterentwicklung der Müritzlinie des Nationalparktickets (für die Nicht-Müritzer: dabei geht es um eine Buslinie durch den Nationalpark und eine Schiffslinie über die Müritz, die im Sommer insbesondere von über 30.000 Touristen gern genutzt wird). In der Diskussion wurden unterschiedlichste Gründe für den Nutzerrückgang genannt, vom schwachen Marketing über den schlechten Strassenzustand, die früher schon mal bessere Busbegleitung durch die Ranger des Nationalparkamtes usw. Daher beschloss der Ausschuss auch nicht einfach die Schaffung einer neuen Stelle, sondern bat den Landrat, geeignete Massnahmen und deren Finanzierung zur Aufwertung der Müritzlinie vorzuschlagen.

Letztes Thema der heutigen Sitzung war dann der Vorschlag der Kreisverwaltung, ein kreisliches Netz von Radwegen (touristisch und/oder regional bedeutsame Radwege) fest zu legen und dieses dann auch durch den Kreis weiter bauen und unterhalten zu lassen. Nach intensiver Beleuchtung der Vor-und Nachteile dieses Vorschlages wurde er schliesslich einstimmig in den Kreistag verwiesen. Das Radwegenetz selbst soll nach Beteiligung der Städte und Gemeinden, der Tourismusverbände usw. bis zum Sommer gesondert fest gelegt werden.

Insgesamt war es nach meiner Meinung eine gute und konstruktive Sitzung des Ausschusses.