HKB – nun gehts doch los!

Nachdem ich im März hier schon mal über die Übergabe des Fördermittelbescheides in Höhe von 7,5 Mio Euro durch Wirtschaftsminister Glawe geschrieben habe, wird es nun am HKB richtig ernst. Heute morgen traf die noch fehlende Genehmigung des Landes zur Kommunalbürgschaft der Stadt ein. Seit Ende Juli war hinter den Kulissen insbesondere um die europarechtliche Konformität der notwendigen Erklärungen (gemeinsam) gerungen worden. Bei Beträgen dieser Größenordnung muss man halt auch ein paar mal öfter bzw. genauer hinschauen.

Aufgrund dessen konnten dann heute die bereits seit dem Frühjahr europaweit ausgeschriebenen Bauaufträge für den HKB-Turm, das ist der erste Bauabschnitt, an insgesamt 16 Bauunternehmen erteilt werden. Damit wird zunächst ein Bauvolumen von 3,9 Mio Euro beauftragt. Erfreulich ist, das insgesamt 13 der 16 Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern kommen. Ein paar mehr Bewerbungen aus unserer Region hätte ich mir allerdings in einigen Gewerken schon gewünscht. Aber vielleicht kommen die ja noch in den nächsten Ausschreibungen. In ca. 14 Tagen beginnen dann die Gerüstbauer und die Arbeiter der Abbruchfirma mit den notwendigen Vorarbeiten für die Roh- und Ausbaugewerke am Turm. Dann wird man endlich die Baustelle auch als Baustelle wahr nehmen. Ab September folgen dann  nach und nach die ebenfalls wieder europaweiten Ausschreibungen für die anderen Bauabschnitte. Hier werden die Bauarbeiten ab dem Frühjahr nächsten Jahres beginnen.

Die Bauarbeiten wird man natürlich live vor Ort, aber auch auf der Webseite des HKB verfolgen können. Diese wird in den nächsten Tagen entsprechend aktualisiert. In knapp 2 Jahren können wir dann alle das modernisierte und umgebaute HKB bewundern. Die Verteilung der Nutzer im Haus zeigt diese Grafik. Möge alles planmäßig verlaufen – aber da bin ich optimistisch, genug Zeit zur Vorbereitung hatten wir ja 😉  

Ab 19. März wird es ernst am HKB

Als ich heute Morgen den Nordkurier aufschlug und die Sonderseite zum HKB sah, musste ich unwillkürlich über zehn Jahre zurück denken. Damals, ich habe noch einmal nachgesehen, am 2.2.2001 gab es das erste Gespräch zwischen dem damaligen OB Gerd zu Jeddeloh und der Geschäftsführung der NEUWOGES zum HKB, sah es alles noch relativ einfach aus. Die Stadt hatte deutlich weniger Geldsorgen als heute, die Konzertkirche war so gut wie fertig und man konnte sich dem nächsten Problem zuwenden. Das die dann folgenden Planungen letztlich 11 Jahre mit 4 weitgehenden Überarbeitungen bis zum Baubeginn am 19.3.2012 dauern würden, hat wohl damals keiner gedacht. Aber jetzt sieht es gut aus. Die Planungen laufen, die Mietverträge (bei allen Schwierigkeiten im Einzelnen) entstehen auch momentan (viel früher konnten wir den Mietinteressenten auch nicht die Details zusichern, die sie brauchten) und auch die Finanzierung erhält ihren letzten Schliff. Die letzten Gewerbe(rest)flächen gehen ab morgen in die öffentliche Vermarktung.

Viele haben an diesem Werk schon vor dem eigentlichen Baubeginn mit gebaut (die Reihenfolge hat nichts zu sagen): 2 Oberbürgermeister, 2 Geschäftsführer der NEUWOGES, 3 Bau- und 1 Innenminister mit ihren Mitarbeitern, viele fleissige Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, bei der BIG/KEG, in der NEUWOGES und der BRG Bau-Regie, beim LFI, in den Planungsbüros, Banken usw.  Die Mitglieder in der mittlerweile 3. Stadtvertretung seit Projektbeginn haben bei kritischer Begleitung grundsätzlich zum Vorhaben gestanden und es weiter voran getrieben. Nun kommt bald die Zeit, in der die Hauptaktivitäten von den Schreibtischtätern zu den Handarbeitern wechseln und wir alle gespannt sein dürfen, was für unsere Augen sichtbar entsteht und wie die neue Mitte unserer Stadt sich präsentiert. In reichlich zwei Jahren soll alles fertig sein, viele werden sich über die Bauarbeiten beschweren. Aber, wenn wir es verändern wollen, müssen wir halt auch bauen.

Hier geht es noch mal zur Sonderseite im Nordkurier.

Die Arbeit als Altenpfleger ist nicht leicht,

aber sie ist trotzdem spannend. Der Nordkurier Neubrandenburg berichtet in diesem Beitrag unter dem Titel „Mit Hingabe im Minutentakt arbeiten“ von der oft schweren aber doch auch schönen und interessanten Arbeit als Altenpfleger im Städtischen Pflegeheim, das seit diesem Jahr in Trägerschaft der Pflegeheim Neubrandenburg gGmbH zum NEUWOGES-Konzern gehört. Ein interessanter Beitrag.

 

Tagung zu Sozial- und Förderberichten von Wohnungsunternehmen

Heute führte mich eine Tagung des VNW unter dem Titel „Dokumentierte Verantwortung, Sozial- und Förderberichte der Wohnungsunternehmen“ nach Hamburg.

Es wurde wieder einmal sehr deutlich, das die kommunalen Wohnungsunternehmen und die Wohnungsgenossenschaften für ihr Umfeld und für die jeweiligen Städte und Gemeinden viele direkte und indirekte Beiträge erbringen, die über die rein finanziellen Ergebnisse deutlich hinausgehen. Ein wesentlicher Diskussionspunkt war die Messbarkeit solcher Leistungen, die nicht immer einfach ist. Insofern ging es in den einzelnen Vorträgen um Sozialarbeit, Immobilienwirtschaft, Controlling, Marketing und vieles mehr. Das breite Feld zeigte auch einmal wieder, wie spannend die manchmal so langweilig aussehende Branche doch eigentlich ist.

Frank Benischke