Bürgerempfang der Stadt Neubrandenburg zum 770. Stadtgeburtstag

Heute findet der 28. Bürgerempfang zum Stadtgeburtstag (4.1.1248) der Stadt Neubrandenburg statt. Der Stadtgründer Herbord von Raven begrüßte die Gäste des Abends.

Neben dem Rück- und Ausblick des Oberbürgermeisters Silvio Witt prägte die kulturelle Umrahmung durch Tanzaktion, den Chor des Lessinggymnasiums und die Orgel der Konzertkirche den Abend.

Als sozial und regional besonders engagiertes Unternehmen wurde die Data Experts GmbH ausgezeichnet.

Durch Herrn Holze als Vertreter der Bürgerstiftung Neubrandenburg wurden dem Oberbürgermeister und dem Landrat Heiko Kärger die im letzten Jahr mit dem Boot der Wünsche gesammelten Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger in einer Dokumentation übergeben.

Die Stadtpräsidentin Irina Parlow ehrte verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger der Stadt für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit.

Ausgezeichnet wurden Dagmar Beckmann, Hans-Jürgen Schwanke, Anita Oliva und Joachim Stapel.

Die Wilhelm-Ahlers-Medaille als höchste Auszeichnung der Stadt neben der Ehrenbürgerschaft wurde heute erstmalig verliehen. Pastor a.D. Fritz Wilhelm Rabe wurde für sein langjähriges Wirken in der Stadt und für sein europäisches und internationales Engagement damit geehrt.

Beim anschliessenden Empfang für alle Gäste der Veranstaltung gab es viele interessante und informative Gespräche.

Haushalt der Stadt und Gesellschaftsvertrag TOG beschlossen

Heute tagte die Stadtvertretung in einer Sondersitzung, um in einer 3. Lesung den Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept zu beraten. In vielen Diskussionen zwischen allen vier Fraktionen konnte das Defizit im Finanzhaushalt von 9,1 Millionen Euro (1. Entwurf der Verwaltung) auf ca. 2 Millionen Euro abgesenkt werden. Ohne das Urteil des Landesverfassungsgerichtes zur Stadt-Umland-Umlage wäre das Defizit noch ca. eine halbe Million Euro geringer gewesen. Im Haushaltssicherungskonzept konnte für das Jahr 2015 ein Haushaltsausgleich ausgewiesen werden.
Damit wurde gegenüber den Defiziten der vergangenen Jahre, die sich in der Grössenordnung von über 20 Millionen Euro bewegten, ein deutlicher Fortschritt gemacht. Dieses Ergebnis zeigt, das bei aller weiteren Notwendigkeit der Konsolidierung in gemeinsamer Arbeit ein Haushaltsausgleich möglich ist. Es zeigt auch, das allen Unkenrufen zum Trotz durch die Kreisgebietsreform im Gegenzug zur Einkreisung der Stadt Neubrandenburg eine deutliche Verbesserung der Haushaltslage eingetreten ist. Durch einen gemeinsamen Änderungsantrag aller vier Fraktionen der Stadtvertretung wurden auch die bisher fehlenden städtischen Komplementärmittel zur Jugend- und Schulsozialarbeit im Haushalt verankert.

Der zwischen den drei Gesellschaftern Neubrandenburg, Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte abgestimmte Entwurf des Gesellschaftsvertrages der Theater- und Orchester GmbH wurde mit einer Änderung, die teilweise die Bedenken des Kulturausschusses des Kreistages vom 27.2.2012 aufgreift, ebenfalls mit großer Mehrheit beschlossen. Damit hat der erste Gesellschafter zugestimmt, als nächstes ist die Stadtvertretung in Neustrelitz am 8. März am Zug.

Wie sieht die Bibliothek der Zukunft aus?

Ein kenntnisreiches Publikum folgte heute der Einladung zum CDU-Frühschoppen nach Neubrandenburg. Thema war die künftige Entwicklung der Bibliothek in unserer Stadt. Ausgehend von den Presseberichten und der Landtagsdebatte (Drucksache 264 und 295) in dieser Woche zur Lage der Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern erläuterte Hannelore Melka, die Leiterin der Regionalbibliothek die Geschichte und gegenwärtige Lage der Bibliothek hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Ausstattung.

Im Mittelpunkt des Vortrages von Frau Melka standen aktuelle und künftige Enwicklungstendenzen im Bibliothekswesen, so die Bibliothek-digital, die in Neubrandenburg mit allen Medienbereichen (Digitale Bücher, Hörbücher, Musik, Spiele usw.) mit über 10.000 Medien vertreten ist. Diese neueren Angebote werden künftig neben der klassischen Präsenzbibliothek und der Sammlung regionaler Publikationen die Arbeit der Regionalbibliothek bestimmen.

Abschliessend wurde auf die Einordnung, Leistungsfähigkeit und Ausrichtung der Bibliothek im modernisierten HKB eingegangen. Hier wird die Bibliothek zusätzlich zur jetzigen Erdgeschossfläche (abzüglich der Fläche der jetzigen Kinderbibliothek/alte Ausstellungshalle) das gesamte Untergeschoss unter der jetzigen Bibliothek als öffentliche Nutzfläche erhalten. Die Archive werden unterhalb des jetzigen Saales untergebracht. Neben der Neuorganisation der Flächen und Abläufe nach der Fertigstellung des HKB wird die Einführung der RFID-Technik anstelle der bisherigen Strichcodes die Arbeit der Bibliothekare wesentlich verändern. Auch die künftigen besseren Möglichkeiten der Biliotheksnutzung für die Bevölkerung im ländlichen Raum durch die digitale Bibliothek bei einer besseren Zusammenarbeit der Bibliotheken der Region wurden diskutiert.

Die Personalsituation und die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter für die zukünftige Erfüllung der Aufgaben der Bibliotheken war abschliessendes Thema des Gespräches. Frau Melka machte deutlich, das sowohl die stark gesunkene Mitarbeiterzahl als auch insbesondere die Überalterung der Mitarbeiter die Funktionsfähigkeit der Bibliothek künftig einschränken wird. Die Gäste der Veranstaltung diskutierten ebenfalls noch den Einfluss von Budgets, Erneuerungsrate, Sortimenten usw. auf die Attraktivität der Bibliotheksangebote.